SPD-Basis setzt sich kritisch mit der Bundes- und Landespolitik auseinander

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Mehr Selbstbewusstsein fordert der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, MdB Jörg Tauss von den Mitgliedern und Mandatsträgern

Sinsheim (mf) - Die erste Mitgliederversammlung des SPD-Stadtverbandes Sinsheim im Neuen Jahr fand in Sinsheim in der „Linde“ statt. Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, MdB Jörg Tauss war überpünktlich eingetroffen und freute sich auf seine erste Begegnung in seinem neuen Amt mit den Sinsheimer Mitgliedern.

Deshalb galt der besondere Gruß des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Siegfried Ozolins MdB Jörg Tauss, Thomas Funk in Vertretung des SPD-Kreisvorstandes Rhein-Neckar und Michael Czink, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender in Sinsheim. Zudem stellte Siegfried Ozolins in seinen Begrüßungsworten erfreulich fest, dass einige Ortsvereinsvorsitzende und Mitglieder aus den Stadtteil-Ortsvereinen gekommen waren.

In seinem Eingangsstatement erläuterte MdB Jörg Tauss die Ziele der Partei in der Mitgliederwerbung. Gerade im wahlfreien Jahr 2007 muss ein besonderes Augenmerk auf alle Zielgruppen gerichtet werden; von großer Bedeutung seien aber auch Rückgewinnungsgespräche mit ausgeschiedenen Mitgliedern. Der große Mitgliederverlust in der Bundesrepublik sei allerdings nicht auf die Unzufriedenheit und Frustration von Mitgliedern zurückzuführen; leider sind viele ältere Genossinnen und Genossen verstorben.

Zur derzeitigen schwierigen Mitgliederentwicklung in der Partei meinte SPD-Stadtrat Michael Czink: „In einer Partei ist es wie in einem Sportverein. Spielt die 1. Mannschaft nicht erfolgreich oder attraktiv, dann lässt auch das Interesse bei den Zuschauern nach. Darum ist es an der Basis derzeit sehr schwierig, neue Mitglieder zu gewinnen.“

Generalsekretär Jörg Tauss wich den an der Bundes- und Landespolitik geübten Kritiken nicht aus; im Gegenteil, aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen als Abgeordneter wie auch als ehemaliges Basis-Mitglied hatte er großes Verständnis für die Einschätzungen der Basis. Er selber habe mal als kleiner Versicherungsfachmann angefangen und sich durch seine frühere ehren- und hauptamtliche Gewerkschaftsarbeit immer als Vertreter der Arbeitnehmer gesehen. Dies hielte er auch heute noch so, auch wenn gewisse Koalitionsvereinbarungen einfach eingehalten werden müssen. Dennoch sei allem „der sozialdemokratische Stempel aufgedrückt“. In seinen Ausführungen fordert er von der Basis mehr Selbstbewusstsein ein. Sich für die Politik zu interessieren, sich kritisch damit auseinandersetzen, sei bei weitem besser als durch falsches Wahlverhalten den Wahlen fernzubleiben. In einer Demokratie sei dies zwar zulässig aber nicht wünschenswert. Nur immer meckern und nichts tun, ist der falsche Weg.

Es kann kein Hehl daraus gemacht werden, dass der Diskussionsabend mit dem Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg eine gelungene und anregende Mitgliederversammlung war. In guter Stimmung mit einem gewissen Motivationsschub schloss der Abend um 22.15 Uhr.

 
 

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