Verkehrsentwicklung in Steinsfurt

Gemeinderatsfraktion

Attraktivitätsverbesserung des künftigen S-Bahn-Halts gefordert – Entschärfung der Straßenkreuzung in der Ortsmitte durch Kreisverkehr dringend
Auf Einladung des SPD-Ortsvereins waren einige Stadträtinnen und Stadträte nach Steinsfurt gekommen, um vor Ort kommunale Brennpunkte in Augenschein zu nehmen. Bei einem Dorfrundgang führte OV-Vorsitzender Ozolins die Kommunalpolitiker an mehrere „neuralgische“ Punkte, die die Gemüter in Steinsfurt seit einiger Zeit erhitzen. Dabei erläuterte die Steinsfurter Stadträtin und stellvertretende Ortsvorsteherin Magdalena Hirzel die örtlichen Probleme.

Erster Schwerpunkt war die kommende Dorfsanierung im Ortskern von Steinsfurt. Neben den Möglichkeiten für die privaten Hausbesitzer müsse die Ortsgestaltung und Verbesserung des Ortsbildes im Mittelpunkt stehen. Dabei solle auch ein Augenmerk darauf gelegt werden, im Ortsmittelpunkt weitere Parkplätze zu schaffen.

Eine besondere Rolle spielte beim Rundgang der Steinsfurter Bahnhof, der Ortsbild prägend ist und nach dem Ausbau der S-Bahnstrecke weiter an Bedeutung gewinnt. Mit Befremden sahen die Teilnehmer den verwahrlosten Zustand des Bahnhofumfeldes. Stadtrat Werner Töniges bemerkte empört: „Dieser Bahnhof ist eine Visitenkarte für die Bahnreisenden.“ Da müsse nach der Renovierung des Gebäudes durch den neuen Eigentümer auch die Umgebung attraktiv gestaltet werden. „Dies ist künftig ein wichtiger S-Bahn- und Stadtbahnhalt“, so Stadtrat Helmut Göschel, „da passt der Neubau der Bushalle städtebaulich wie die Faust aufs Auge.“ Stadtrat Adolf Skrobanek kritisierte die „Landnahme“ durch das Omnibusunternehmen. „Die Parkplätze am Bahnhof müssen dem Gemeinwohl dienen und den Bahnpendlern zur Verfügung stehen“, betonte Skrobanek, „das hat Vorrang vor jeder privaten Nutzung.“ Es müsse Ziel des Steinsfurter Ortschaftsrates und der Verwaltung in Sinsheim sein, möglichst viele Parkmöglichkeiten zu schaffen, war die einhellige Meinung der Besucher.

Die Verkehrssituation in der Ortsmitte bei der Einmündung der Adersbacher und der Ehrstädter Straße in die Bundesstraße war der nächste Besichtigungsschwerpunkt. Stadträtin Dorothea Vogt schilderte eindringlich die Gefährlichkeit dieser unübersichtlichen Kreuzung. Eine intelligente Verkehrsführung für den Abbiegeverkehr müsse gefunden werden. „Die einzige intelligente Lösung des Problems“, bemerkte Stadtrat Göschel, „ist an dieser Stelle ein Kreisverkehr“. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion wisse er, dass es oft Widerstände gegen die Einrichtung von Kreisverkehren gebe. „Dabei ist ein Kreisel an dieser Stelle optimal zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses“ fügte er überzeugt hinzu. Das Argument, für einen „Kleinen Kreisverkehrsplatz“ reiche der Platz nicht, sei ein „Totschlagargument“, weil nach Fertigstellung des Autobahnanschlusses Sinsheim-Süd ein „Minikreisel“ völlig ausreiche. „Die dafür mindestens benötigten 13 Meter Fahrbahndurchmesser sind auf der vorhandenen Fläche locker darzustellen“, erklärte Göschel den Anwesenden. Außerdem müsse sich die Stadt beharrlich dafür einsetzen, dass das Nachtfahrverbot für den Schwerverkehr dann auf den ganzen Tag ausgedehnt werde.

Magdalena Hirzel versprach, als SPD-Fraktionsvorsitzende diese Ziele weiter zu verfolgen. Danach standen die anwesenden Stadträte noch für Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Man war sich einig, dass der Leitsatz des Oberbürgermeisters, „Stillstand können wir uns nicht leisten“, auch für Steinsfurt gültig sein müsse.

gez. Magdalena Fritz, Pressereferentin

 
 

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