„Wahnsinnig viel Energie und Power in der Stadt“

Ortsverein

OB und Bürgermeister beim Sinsheimer Ortsverein
Sinsheim (hg). Rede und Antwort standen Oberbürgermeister Rolf Geinert und Bürgermeister Achim Keßler den Kernstadt-Sozialdemokraten im Rahmen einer Mitgliederversammlung. Gleichsam im „Gleichschritt“ erläuterte die Sinsheimer Verwaltungsspitze ausführlich die Vielzahl an „zu bearbeitenden Baustellen“ und klärte so manches „Fragezeichen“ auf.

Foto v.l.: OV-Vorsitzender Rudi Hellwig, Holger Lange und Helmut Göschel.

Im Hintergrund aller anstehenden Großprojekte stehe leitmotivisch die Handlungsabsicht, „Sinsheim zukunftsfähig zu machen“, ohne jedoch finanzpolitisch einen „törichten und abenteuerlichen“ Kurs zu steuern. „Wir müssen Sinsheim rüsten für die sich verschärfende Konkurrenz um Arbeits-plätze, aber mit Augenmaß“, so Stadtoberhaupt Geinert und verwies auf die Alleinstellungsmerkmale „Museum, Messe und Stadion“, mit denen die Kraichgaumetropole durchaus gegenüber anderen Mittelzentren „wuchern“ könne. Sinsheim habe sich mit „wahnsinnig viel Power und Energie“ auf den Weg gemacht, einmal um den Herausforderungen einer zusammenwachsenden Welt, die in jeden Winkel hineinreichten, zu begegnen und zum anderen der Stadt wie ihren Bürgern Lebensqualität zurückzugewinnen.

„Verwalteter Stillstand ist Rückschritt“ warb der Rathauschef für den „Aufbruch Sinsheim“ im Zusammenspiel aller Kräfte. Ein Streiflicht des Oberbürgermeisters galt der Informationsreise in die Volksrepublik China, die ihn gemeinsam mit Dr. Seeker vom Wirtschaftsforum nach Ningbo führte. Eingeladen von der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft weilte eine Delegation aus Wirtschaftsvertretern und Bürgermeistern in der Fünf-Millionen-Stadt, um im Rahmen der deutsch-chinesischen Kultur- und Wirtschaftswoche vor Ort „lebendigen Anschauungs-unterricht“ zu nehmen und Kontakte zu knüpfen. Der „Wirtschaftsriese des 21. Jahrhunderts“ sei erwacht und es sei politisch wie ökonomisch kurzsichtig und geradezu blickverengt, ein derartiges Angebot, das den „Stadtsäckel“ zudem kaum belastet habe, auszuschlagen, konterte Geinert die in manchen Kreisen umlaufende Kritik an der China-Visite. „Wer über den eigenen Kirchturm nicht hinausblicken möchte und nicht aufnahmefähig wie lernbereit ist, verschläft die Zukunft“ schrieb der OB den Kritikern ins Stammbuch.

Holger Lange für 25 Jahre SPD-Miltgliedschaft geehrt
Auf ein, in Zeiten zunehmender Politikmüdigkeit und Parteienverdrossenheit, seltener werdendes Mitgliedschaftsjubiläum, kann Holger Lange vom SPD-Ortsverein Sinsheim zurückblicken. Alle Höhen und Tiefen des parteipolitischen Lebens durchschritten und ausgestanden hat das langjährige Vorstandsmitglied: Seit nunmehr 25 Jahren engagiert sich der „Überzeugungstäter in Sachen Demokratie“ auf verschiedenen Verantwortungsebenen und in unterschiedlichsten Funktionen für die „sozialdemokratische Sache“. Grund genug für den Sinsheimer Heimat-Ortsverein, den „leidenschaftlichen Demokraten“ zu seinem „Silberjubiläum“ zu ehren und Dank zu sagen für die „langjährige nimmermüde Mitarbeit im Ehrenamt“, so der Vorsitzende der hiesigen Sozialdemokraten, Rudolf Hellwig.

Alt-MdL Helmut Göschel übernahm als Laudator die „willkommene Aufgabe“, dem „Mitstreiter und Wegbegleiter über Jahre“ die „verdienten Meriten“ anzuheften. Lange habe am Tage der Abwahl des SPD-Kanzlers Helmut Schmidt „wohlüberlegt“ seinen Aufnahmeantrag gestellt, um der angekündigten „geistig-moralischen Wende der Konservativen“ sich politisch entgegenzustemmen. Weder unverzagt durch „Tiefen“ noch übermütig durch „Höhenflüge“ sei er bodenständig dem „sozialdemokratischen Weg“ verbunden geblieben, stets sich zurücknehmend, immer der „Sache“ verpflichtet. „Den Altar der Eitelkeiten und Selbstdarstellungen hat er immer gemieden“, so Göschel. Lange habe sich nie die Dienstleistungsmentalität, „was tut die Gesellschaft für mich?“ zu eigen gemacht, sondern immer eigeninitiativ gefragt: „Was kann ich tun?“. „Der Eintritt in die SPD war richtig, ist richtig und bleibt richtig, für Holger Lange, für die Sinsheimer SPD und für die SPD insgesamt“. Beharrliches Durchhaltevermögen und „viel Geduld mit unserer Partei“ für die folgenden 25 Jahre wünschte sich Göschel abschließend von dem „Weggefährten“ und überreichte neben einem Weinpräsent die obligaten Jubiläumsgaben: die Ehrennadel sowie eine Ehrenurkunde des SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Beck.

 
 

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