„AK Christen in der SPD“ hatte Dr. Lars Castellucci und MdL Ingo Rust eingeladen

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Dr. Lars Castellucci, Prof., Dr. Wolfgang Werner und MdL Ingo Rust diskutierten zum Thema: Christen und Politik

Zwei junge SPD-Politiker stellten sich den Fragen über christliche Grundwerte in der Politik
Sinsheim (mf). Unter dem Titel „Als Christ in der Politik“ hatte der Arbeitskreis Christen in der SPD im Rhein-Neckar-Kreis eingeladen und lockte damit zahlreiche Interessierte in die Sinsheimer Stadthalle, die erfahren wollten, wie zwei Jungpolitiker der SPD dieses Thema diskutieren. Der Sprecher des Arbeitskreises, Prof. Dr. Wolfgang Werner, sowie der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Siegfried Ozolins eröffneten die Veranstaltung und freuten sich über die Beteiligung des SPD-Bundestagskandidaten Dr. Lars Castellucci, des Landtagsabgeordneten Ingo Rust aus Abstatt (Kreis Heilbronn), sowie von Industriepfarrer Martin Huhn aus Mannheim.

Christliche Erziehung bereits im Elternhaus
„Wie bist Du zur Kirche und dann zur Politik gekommen?“ lautete die erste Frage von Martin Huhn, der die Rolle des Moderators übernommen hatte. Die beiden jungen Politiker vermittelten in ihrer sehr persönlichen Vorstellung ein christliches Wertebild, das sich auch in ihrer Biographie niederschlägt.
Bei Lars Castellucci begann die frühkindliche christliche Erziehung bereits im Elternhaus, dem dann das aktive Ehrenamt als Kirchenchorleiter über 10 Jahre folgte. Musik und Orgelspiel nahmen einen großen Stellenwert bei dem jungen Wieslocher ein, der mit der musikalischen Begleitung von Gottesdiensten sich das Geld für sein Studium verdiente. Viele soziale Aktionen folgten in der Zeit als Kommunalpolitiker, wie Benefizkonzerte, sowie die Gründung einer Beschäftigungsinitiative oder die Begleitung der Gründung der „Wieslocher Tafel“. Lars Castellucci war immer im Einsatz für die Schwachen in der Gesellschaft zu finden – und das Orgelspiel im Gottesdienst nimmt er heute noch als schönen Ausgleich zu Politik und Beruf vertretungsweise wahr.

Erst als Konfirmand zum Glauben
Bei Ingo Rust war der Werdegang etwas anders. Er kam nicht aus einem „Kirchgänger-Elternhaus“, sondern fand erst als Konfirmand zum Glauben. Den Jugendhauskreis seiner Heimatgemeinde leitete er 10 Jahre lang. 2003 kam er als jüngster Bewerber mit 25 Jahren in den Landtag und ist dort mittlerweile Vorsitzender des Finanzausschusses. Seit 2007 ist er Mitglied im evangelischen Kirchengemeinderat seiner Heimatgemeinde, seit 2008 dort Vorsitzender, genauso wie in der Bezirkssynode im evangelischen Kirchenbezirk Marbach. SPD-Mitglied ist Ingo Rust seit 1996.

Umgang mit „Anfechtung“ und „Hoffnung“
Industriepfarrer Martin Huhn fragte die beiden SPD-Politiker, wie sie mit „Anfechtung“ und „Hoffnung“ in ihrer politischen Laufbahn umgehen. „Gibt es Momente, wo ihr angefochten werdet wegen Eurer Partei?“ Ingo Rust gab freimütig zu, dass er als Christ in der SPD manchmal eine Sonderrolle einnehmen müsse, etwa bei der Frage nach verkaufsoffenen Sonntagen. Aber umgekehrt werde er in der Kirche auch auf seine SPD-Mitgliedschaft angesprochen. Aber so wie es August Bebel 1874 formuliert habe, dass „Christentum und Sozialismus sich wie Feuer und Wasser gegenüber stehen ", so empfinde er dieses Spannungsfeld nicht. Denn insbesondere im Gespräch mit den Kirchenvertretern habe er in seiner Funktion als kirchenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion festgestellt, dass es große programmatische Übereinstimmungen zwischen der Kirche und der SPD gebe.

„Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ finden sich wieder
Dr. Lars Castellucci wie auch Ingo Rust betonten die sozialdemokratischen Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“, die sich auch in den christlichen Grundwerten wiederfinden. Im Vordergrund des eigenen politischen Handelns stehe die Bewahrung der Schöpfung. „Gott hat uns den Auftrag mitgegeben ‚Suche der Stadt Bestes‘“, so Ingo Rust. „Das versuche ich in meiner Arbeit umzusetzen“.
Das Thema „Gerechtigkeit“, das beispielsweise im Bereich der Bildungspolitik für Lars Castellucci eines der wichtigsten Ziele ist, setze quasi das Gebot der Nächstenliebe in praktische Politik um.

 
 

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