Jubel in Israel, Hoffnung in Gaza.

Veröffentlicht am 13.10.2025 in Aktuelles

Heute ist ein historischer Tag in Nahost: Nach 738 Tagen in der Gewalt der Hamas im Gazastreifen sind alle überlebenden Geiseln wieder frei. Im Gegenzug hat auch die Freilassung Hunderter palästinensischer Häftlinge durch Israel begonnen. Mit der aktuellen Waffenruhe erlebt die Region eine "Zäsur". Doch ein langfristiger Frieden ist damit noch nicht garantiert.

Zwar lässt sich der US-Präsident in Israel feiern ehe er nach Ägypten weiterreist, wo sich Staats- und Regierungschefs von über 20 Ländern zu einem Gipfeltreffen versammeln, das den Weg zu weiteren Friedensverhandlungen freimachen soll. Ob und wie stark sich sich die in Sharm El-Sheikh versammelten Länder aber beim Aufbau einer Verwaltung und dem Wiederaufbau der Infrastruktur im Gaza-Streifen engagieren werden, ist bislang offen.

Und jenseits der Fragen, ob damit der Krieg wirklich vorbei ist bzw. ob sich die Hamas entwaffnen lassen wird, besteht die Gefahr des Scheiterns nach wie vor real. Schließlich war die Vergangenheit davon gekennzeichnet, dass alle Friedensbemühungen meist an einem gescheitert sind: dem Widerstand der Fundamentalisten, der Radikalen - auf beiden Seiten.

Für einen dauerhaften, stabilen Frieden braucht es innerhalb der palästinensischen Bevölkerung eine politische Kraft, die eine andere Vision hat als die Hamas.