Olaf Scholz wirbt für Mut und mehr Tempo - auch in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 12.02.2026 in Veranstaltungen

Auf Einladung der Abgeordneten Jan-Peter Röderer und Lars Castellucci sprach der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz im Sinsheimer Technik-Museum über Weltpolitik, Verteidigung, Bürokratieabbau, Gesundheitspolitik und weitere Themen.

Europa müsse zu eigener Stärke finden, u.a. dafür müsse Deutschland militärisch so stark sein, "dass uns niemand angreift". Gerade mit Blick auf die amerikanische Unzuverlässigkeit müsse künftig mehr in Verteidigung investiert werden als in der Vergangenheit.

 

 

Die Freiheit Europas werde auch in der Ukraine verteidigt. „Deshalb werden wir die Ukraine gegen Putin so lange unterstützen, wie es nötig ist, dass ein gerechter Frieden möglich ist und das Land seine Unabhängigkeit verteidigt“


Um Deutschland für die Zukunft wettbewerbsfähig zu halten, sei es "wichtig, dass Entscheidungen schnell getroffen werden". Pragmatiker und Ingenieure seien momentan wichtiger als Juristen. Und da helfe es auch nicht, Arbeitnehmer zu beschimpfen und einem Teil der Bevölkerung Faulheit vorzuwerfen: "Die Deutschen sind ein ziemlich fleißiges Volk. Wer davon fabuliert, dass die Menschen zu wenig ...

arbeiten, der kennt die Lebensrealität vieler Menschen in diesem Land nicht, die 40 Stunden und mehr in der Woche arbeiten.“

Mit Blick auf AfD-Aussagen warnte er davor, Feindbilder zu schaffen: "Das ist immer gefährlich – davon wird keiner satt, und davon wird nichts besser." Die Brandmauer hält Scholz für zwingend nötig: „Nicht um die AfD kleinzukriegen, das müssen wir über politischen Wettbewerb tun, sondern um sie von der Macht fernzuhalten.“