SPD-Vorschläge zu Hitzeschutz und Ladesäule abgelehnt.

Veröffentlicht am 01.10.2026 in Kommunalpolitik

Vertane Chance.

Was andernorts kein Problem ist, dauert in Sinsheim offenbar immer etwas länger. So verhält es sich auch mit Tourismus- und Freizeittrends, auf die die SPD mit dem Angebot einer E-Bike-Ladestation in der Innenstadt reagieren wollte. Zur Ablehnung im Gemeinderat meint unser Stadtverbandsvorsitzender Michael Kaestel:

„Die SPD-Fraktion hatte im Gemeinderat beantragt, an der Elsenzbrücke im Umfeld des Wächters eine Ladestation für E-Bikes zu installieren. Das hätte den Charme gehabt, dass alle Ausflügler, die mit dem Fahrrad den Kraichgau erkunden, in Sinsheim eine Pause einlegen können, um ihren Akku aufzuladen. Die Ladezeit böte die Chance, einen Kaffee oder ein Eis zu genießen. Oder sich in der Innenstadt umzusehen und festzustellen, dass Sinsheim gar nicht so übel ist und deshalb bald wieder kommen. Leider konnte sich der Gemeinderat für diese Idee nicht erwärmen. Vielleicht dauert es ja noch ein bisschen bis alle verstehen, dass auch kleine kostengünstige Maßnahmen große Wirkung erzielen können.“

Mindestens ebenso kurzsichtig ist die Verweigerung von Hitzeschutz. Klar, der Sommer ist vorbei und mit ihm die heißen Temperaturen. Warum jetzt noch Maßnahmen zur Klimaanpassung ergreifen? Wer weiß schließlich schon, ob künftige Sommer überhaupt noch so heftig ausfallen werden . . .
Diese schlichte Sicht scheint besonders unter Gemeinderäten weit verbreitet zu sein. Nur so ist zu erklären, dass alle Vorschläge der SPD-Fraktion zur Beschattung bzw. Wasserspender abgeschmettert wurden – allerdings nicht zugunsten besserer Vorschläge!
Statt sich rechtzeitig für absehbare künftige Hitzewellen zu wappnen, hoffen manche wohl, dass sich das Thema über Herbst und Winter erledigt hat – Schilda lässt grüßen.