SPD-Winterfeier mit Pascal Wasow und Jan-Peter Röderer

Veröffentlicht am 26.01.2026 in Stadtverband

„Gesicht und Stimme der Sozialdemokratie“ - das war gleichsam das inoffizielle Motto der Winterfeier des Sinsheimer SPD-Stadtverbandes. Vorsitzender Michael Kaestel (das örtliche Gesicht) begrüßte die Gäste und dankte den Anwesenden für ihren tatkräftigen Einsatz. „Unsere Gesellschaft ist im Umbruch und der Populismus auf dem Vormarsch“ Er sah die SPD mehr denn ja verpflichtet, Haltung zu zeigen und Orientierung zu geben.

„Das gilt auch für die Landtagswahl am 8. März“, pflichtete ihm Jan-Peter Röderer (das Wahlkreisgesicht), „Ziel ist es und muss es sein, den sozialdemokratischen Einfluss auszubauen und die SPD als gestaltende Kraft im Lande zu verankern.“

Dafür warb auch Pascal Wasow (unser Kreis-Gesicht):“Lasst uns alles daran setzen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Schließlich haben Jan-Peter und die SPD im Landtag gute Arbeit geleistet.“

v. lks.:  M. Kaestel. JP Röderer, Peter Wintruffund Gert Weisskirchen

Gesicht und Stimme der Sozialdemokratie, dazu zählen auch Annebärbel Eisenhuth, Wolfgang Mues und Helmut Göschel. Letzterer wäre für 50 Jahre zu ehren gewesen, war aber vor wenigen Wochen verstorben. Frühere Wegbegleiter/gefährten wie Gert Weisskirchen und Helmuts früherer Landtagskollege Peter Wintruff erinnerten an Stationen seines politischen Lebensweges, mit denen er  bleibende Spuren hinterlassen hat.

Annebärbel Eisenhuth verkörpert ebenfalls 50 Jahre in der SPD  und empfing dafür Nadel und Urkunde. 

Thomas Funk mit Bärbel Eisenhuth (2. v. lks.) mit Jan-Peter Röderer, Pascal Wasow und Michael Kaestel

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Auf die Ehrung Wolfgang Mues‘ musste gesundheitsbedingt leider verzichtet werden. Er gehört erst seit Kurzem zur Sinsheimer SPD, aber 70 Jahre Parteimitgliedschaft sind wahrlich nicht alltäglich. Im Januar 1956, noch vor dem Aufstieg Willy Brandts und Helmut Schmidts, war Wolfgang Mues der SPD beigetreten. Damals führten noch Erich Ollenhauer und Carlo Schmid die Partei, gab es nicht nur in Hessen (Georg-August Zinn) sondern auch in Bayern(!) mit Wilhelm Hoegner einen SPD-Ministerpräsidenten. Und Wahlergebnisse, die heutzutage utopisch klingen.

Seit 7 Jahrzehnten in der SPD: Wolfgang Mues, links mit Anfang 60, daneben mit 90 Jahren.

Wolfgang, ein Frankfurt Bub‘, war noch ein „klassischer Arbeiter“ (in der Pharmaproduktion) gewesen, der ein Leben lang am Rande der Mainmetropole wirkte, Wahlkämpfe organisierte und stets für andere im Einsatz war. Er war ein eher Unauffälliger, nicht wortgewaltig aber zupackend. Er wusste, worauf es ankommt: „Man muss hören, was die Leute bedrückt“ verriet er Thomas Funk, der ihn kürzlich im Sinsheimer Seniorenheim besucht hatte.