
Andreas Stoch übernimmt Verantwortung und wirbt für Neuanfang:
" Der gestrige Wahlabend war einer der schwärzesten Tage, die ich mir vorstellen konnte. Das Wahlergebnis ist das Resultat eines Wahlkampfs, der sich aus meiner Sicht nicht wie ein klassischer Landtagswahlkampf angefühlt hat, sondern eher wie ein stark auf Personen zugeschnittener Oberbürgermeisterwahlkampf.
Die extreme Fokussierung auf den Zweikampf an der Spitze hat die Frage nach den Inhalten nahezu vollständig in den Hintergrund gerückt ist. In der Dynamik der Umfragen hat sich auch unser Ergebnis tendenziell nach unten bewegt. Viele Menschen aus dem eher progressiven politischen Lager haben Ozdemir gewählt, um Hagel zu verhindern. Das hat bis ins engere Kernklientel der SPD hineingewirkt.
Dennoch gilt: Wir nehmen dieses Ergebnis an. Wir sind jetzt die einzige demokratische Oppositionsfraktion im neuen Landtag von Baden-Württemberg und werden mit Kräften daran arbeiten, in den kommenden fünf Jahren Baden-Württemberg bei den wichtigen Themen mitzugestalten. Im Wahlkampf haben wir bewusst die Themen in den Mittelpunkt gestellt, die die Menschen in ihrem Alltag unmittelbar betreffen: Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum, guter und verlässlicher Bildung und einer aktiven Wirtschaftspolitik.
Aus dem Wahlergebnis ziehe ich persönlich die Konsequenzen und werbe für eine Neuausrichtung an der Spitze unserer Landespartei als auch an der Fraktionsspitze.
Was wir jetzt brauchen, ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Für eine wieder erstarkende SPD, die viele Menschen in diesem Land brauchen. Auch wenn ich die Aufgaben als Landes- und Fraktionsvorsitzender in Zukunft nicht mehr wahrnehmen werde, werde ich immer Teil der Mannschaft sein - und darauf bin ich sehr stolz.
Euer Andreas Stoch "