Ex-OB Geinert zu Gast bei der Sinsheimer SPD und MdL Thomas Funk Griechenland-Krise im Schatten des Flüchtlingsthemas et

Stadtverband

Einen hochkarätigen Referenten hatte die Sinsheimer SPD zu Gast. Rolf Geinert, der ehemalige Sinsheimer OB berichtete von seiner Tätigkeit als kommunalpolitischer Koordinator in Griechenland. Sichtlich beeindruckt von dessen Expertise zeigte sich der Stadtverbandsvorsitzende Harald Blum. „Mit der Wahl am Sonntag wird Griechenland sich seinen Platz in den Medien zurückholen“ formulierte er zu Beginn und wies darauf hin, dass man am Thema Griechenland sehe, wie sehr die Flüchtlingsthematik das Geschehen in der Medienlandschaft aktuell dominiere. Es zeige sich, dass die Herausforderungen riesig seien, mit vereinten Kräften aber gemeistert werden könnten. Mit einem Augenzwinkern war zu Vernehmen, dass die Bundespolitik ja nun aus der Sommerpause zurück sei und nun hoffentlich bald noch mehr als bisher alle politischen Kräfte vereint sich den Herausforderungen stellen. Für Wahlkampf eigne das Thema sich nur bedingt und man hoffe, die CDU beherrsche sich, der populistischen Versuchung zu widerstehen, auf dem Rücken Notleidender auf Stimmenfang zu gehen.
Den Umgang der Griechen mit Flüchtlingen lobte Geinert in seinem Vortrag als unaufgeregt. „Wenngleich Verwaltung sonst nicht zu den herausragendsten Stärken in Griechen zählt, muss man hier eindeutig sagen, dass das meist ordentlich gelingt“, so der Fachmann. Neben der nötigen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und der Optimierung der Verwaltung nannte Geinert „Bildung, Energie und Solidarität“, die helfen könnten, das Land voran zu bringen in diesen schwierigen Zeiten. „Gelingt es außerhalb Athens und Thessalonikis mit Hilfe von Landwirtschaft und Tourismus noch recht gut, Strukturen am Laufen zu halten, so bestehe in den beiden großen Zentren großer Bedarf an Angeboten für die Menschen, ihr Leben vernünftig zu gestalten. Auch etwas spezieller Punkte, wie die thermische Abfallverwertung oder neue Tourismuskonzepte für die Zeit von September bis Mai fanden Erwähnung in einem packenden Vortrag.
MdL Thomas Funk bedankte sich herzlich für den spannenden Beitrag und merkte sichtlich inspiriert an, dass er an diesem Abend Dinge mitgenommen habe, die ihm selbst bei Delegationsreisen vor Ort nicht so begegnet waren. „Es ist eine spannende Sicht der Dinge, die weiterhelfen kann, Probleme vor Ort zu erkennen und zu bekämpfen“, so der Parlamentarier.
In einer regen Fragerunde kamen viele der Gäste zu Wort. Man war sich einig, dass das Land nach der Wahl zur Ruhe kommen müsse und es gelingen müsse, die Eliten des Landes am Aufbau eines gerechten Allgemeinwesens zu beteiligen. „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind eben nicht nur in Baden-Württemberg wichtig, sondern überall auf der Welt“, brachte Funk es in einem Schlusswort auf den Punkt.

 
 

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