Fred's Seniorentreff hatte zu komplexem Thema eingeladen

Veranstaltungen

Interessante Veranstaltung zum Thema Vollmacht, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
(27.03.08/mf) Sinsheim - Eine erwachsene Person, die wegen psychischer/geistiger Krankheit und/oder Behinderung außerstande ist, ihre Angelegenheiten zu besorgen, kann einen gesetzlichen Betreuer erhalten, wenn ein rechtswirksam privatrechtlich bestellter und mit entsprechender Vertretungsmacht ausgestatteter Bevollmächtigter nicht zur Verfügung steht.

Foto (mf): Günter Weissert von der Betreuungsbehörde des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis und Fred Frank sprechen zum Seniorentreff im Auto-Technik-Museum.

Die Betreuerbestellung erfolgt im Rahmen eines umfassenden gerichtlichen Verfahrens. Eine rechtliche Betreuung ist dann nicht erforderlich, wenn die Belange des Volljährigen durch einen in guten Tagen rechtswirksam eingesetzten Bevollmächtigten ebenso gut wie durch einen rechtlichen Betreuer erledigt werden können. Durch die Erteilung einer Vollmacht kann also grundsätzlich verhindert werden, dass im Falle alters-, krankheits- oder behinderungsbedingter Handlungs- und Entscheidungsunfähigkeit eine mit erheblichen Verfahrensbelastungen verbundene rechtliche Betreuung durch das Amtsgericht- Vormundschaftsgericht- angeordnet werden muss. Da auch jüngere Menschen – beispielsweise durch einen Unfall – in eine solche Situation geraten können, ist auch für sie eine Vollmachterteilung sinnvoll.

Hinzuweisen ist auf den weit verbreiteten Irrtum, Ehegatten und Kinder seien ohne Weiteres zur rechtsgeschäftlichen (z.B. finanzielle Bereiche) und persönlichen Vertretung (z.B. im Krankheitsfalle) berechtigt. Richtig ist, dass auch enge Angehörige nur dann zum Handeln legitimiert sind, wenn sie hierzu durch eine rechtsgültige umfassende und detaillierte Willenserklärung des Betroffenen ermächtigt sind.

Intakte Familien mussten sich Betreuungsverfahren unterziehen
In den letzten Jahren musste zunehmend beobachtet werden, dass vielfach intakte Familien sich gerichtlichen Betreuungsverfahren gerade deshalb unterziehen mussten, weil die Einleitung entsprechender Vorsorgemaßnahmen versäumt worden war. Dieser Entwicklung gilt es verstärkt entgegen zu treten.

Zu dieser Thematik fand am 18.3.08 in Sinsheim eine Informationsveranstaltung statt. Fred Frank vom Seniorentreff im Auto- und Technikmuseum Sinsheim begrüßte nicht nur eine überaus große Zahl an Besuchern, sondern ganz besonders den Referenten des Nachmittags, Günter Weissert von der Betreuungsbehörde des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. Das Thema fand nicht nur bei älteren Menschen großes Interesse, sondern auch bei einigen jüngeren Teilnehmern.

Recht schnell war zu erkennen, um welch komplexes Thema es sich bei den Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Gestaltung einer gesetzlichen Betreuung im Sinne der §§ 1896 ff des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) handelt. Das Referat von Günther Weissert ging im besonderen auch auf die Allgemeine Vollmacht und die wechselseitige allgemeine Vollmacht ein. „Negative Erfahrungen mit amtlich bestellten Betreuern und selbst bestimmten Bevollmächtigten“ sind sehr gering, so Günter Weissert. Auf alle Fälle sei zu empfehlen, die Bevollmächtigung an eine Person festzulegen, die über das uneingeschränkte Vertrauen des Vollmachtgebers verfügt.

Große Unsicherheiten bei den Menschen
Die Diskussionsbeiträge der Anwesenden zeigte deutlich auf große Unsicherheiten der Menschen hin. Deshalb bietet die Betreuungsbehörde für jede Bürgerin oder jeden Bürger eine individuelle Beratung an; telefonisch oder aber persönlich in Heidelberg. Besuchstermine in Heidelberg können unter der Nummer 06221 522 2590 fernmündlich vereinbart werden.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Fred Frank für den engagierten Vortrag aber auch bei den Versammlungsteilnehmern.

Fahrt zur Landesgartenschau
Desweiteren besteht das Angebot von Fred Franks Seniorentreff, am 08.05.2008 eine gemeinsame Fahrt zur Landesgartenschau in Bad Rappenau zu organisieren. Für die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, sowie der Eintritt entstehen Kosten in Höhe von 22 € pro Person. Abfahrt in Sinsheim beim Auto- und Technikmuseum um 10.oo Uhr – Rückfahrt um 18.oo Uhr.

 
 

News -Ticker

Das Bundeskabinett hat am 19.09.2018 den Entwurf für ein Gute-Kita-Gesetz beschlossen. Damit ist die Grundlage für gute Bildung und Betreuung von Anfang an gelegt. Damit jedes Kind die gleichen Startchancen bekommt - unabhängig vom Einkommen der Eltern und vom Wohnort. "Noch nie hat eine Bundesregierung so viel Geld in die Betreuung der Kleinsten investiert: Bis

20.09.2018 18:19
Starke Familien.
Mehr Zeit und mehr Mittel für das ElternGeld, neue Freiräume für Eltern, bessere Chancen für Kinder. Das wollen wir schaffen, damit Familien ihr Leben so organisieren können, wie sie es wollen. Für Kinder Für bessere Kitas und Schulen und für den Abbau von Kita-Gebühren nehmen wir ab 2019 rund 7,5 Milliarden € in die Hand. Für Kinder

Seit gestern Abend ist klar: Der Verfassungsschutzpräsident muss gehen. Das hat die ganze SPD gemeinsam gefordert, weil er das Vertrauen in eine seriöse und faktenbasierte Arbeit verspielt hat und zum Stichwortgeber für Verschwörungstheoretiker geworden ist. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz muss das Vertrauen der gesamten Bundesregierung genießen. Deswegen war die Ablösung von Herrn Maaßen

Bundesministerin Katarina Barley hat einen guten Gesetzentwurf zur Bekämpfung missbräuchlicher Abmahnungen vorgelegt, der die Forderungen der Koalitionsfraktionen vom 15. Juni 2018 umsetzt. Der Gesetzentwurf schiebt missbräuchlichen Abmahnungen auf allen Rechtsgebieten einen Riegel vor. "Abmahnungen sind ein wichtiges Instrument um fairen Wettbewerb sicherzustellen, aber es gilt, Missbrauch zu verhindern, um sowohl kleine Unternehmen und Vereine ebenso

 

Counter

Besucher:622583
Heute:7
Online:2
 

Wetter-Online