30.10.2026 in Topartikel Kreisverband

30. Lobbacher Gespräche zu KI

 

Kritisches Bewusstsein entscheidend im Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Die Kölner Professorin Christiane Woopen, früher Präsidentin des deutschen und europäischen Ethikrates, umriss das Thema „Künstliche Intelligenz und menschliche Gesellschaft“ bei den 30. Lobbacher Gesprächen in der Manfred-Sauer-Stiftung. Dabei wandte sie sich gegen die Erzählung, der Mensch sei bei der Künstlichen Intelligenz (KI) Kräften ausgesetzt, denen er wenig oder sogar nichts entgegenzusetzen habe. Die KI könne nicht wie ein Mensch denken. Was die KI dagegen tue, sei Buchstabe für Buchstabe Wörter aufeinanderfolgend zu berechnen, die dann sinnhaft interpretiert werden können. “Das ist aber im Vergleich zum Menschen etwas fundamental anderes“, so Woopen.

 

Inmitten einer polarisierten Diskussion müsse man begreifen, dass eine KI weder per se schlecht noch gut sei. „Sie ist ambivalent.“ Und das bedeutet, dass der Mensch darüber entscheidet, wie das mit der KI aus- und weitergehe. Sie könne einerseits den Arbeitsalltag zum Wohle der Menschen entlasten. Andererseits könne sie aber auch dazu verleiten, Effizienzgewinne im Unternehmen kurzfristig auszunutzen – sprich Menschen zu entlassen.

Sehr deutliche Worte fand Woopen zur Tech-Elite, die bei ihren KI-Programmen eben oft nicht das Gemeinwohl im Blick habe, sondern nur kurzfristige Geschäftsinteressen. Das lenke nur davon ab, dass sie keine Verantwortung übernehmen. Das ganze entstandene System sei zutiefst undemokratisch, weil es extrem wenigen Menschen sehr viel Macht über viele Menschen gebe, ohne dass diese mit darüber entscheiden können, wie diese Macht eingegrenzt werde, so die Ethikprofessorin.

Erstaunlich sei, wie sehr der KI geglaubt, ja vertraut werde, obwohl sie doch keinerlei moralische Verantwortung übernehmen könne. „Ich vertraue meinem Auto ja auch nicht. Ich verlasse mich aber darauf, dass es fährt, aber vertrauen tue ich den Automechanikern, die den Wagen in Schuss halten, für die Sicherheit sorgen und dafür die Verantwortung übernehmen."

„Je mehr die KI kann, desto menschlicher müssen wir werden“  -  der wichtigste Satz des Abends. Eine KI dürfe das Mensch-Sein nicht in Frage stellen. Und dieses sei anders als bei KI untrennbar mit dem Körperlichen verbunden. Eine KI könne nicht im menschlichen Sinne denken und sie sei auch kein Mensch, könne es nie werden, egal wie gut sie dieses Menschsein simuliere.

Entscheidend ist in Woopens Augen stets das kritische Bewusstsein - ein Ansatz, der ja eigentlich schon immer gelte, bei KI aber umso mehr. Dieses kritische Bewusstsein mache letztlich den Unterschied - und da sei der Mensch der Technik gegenüber im Vorteil. Die Zuhörer des. 30. Lobbacher Gesprächs empfanden die Referentin als wohltuende Stimme der Vernunft zwischen Verharmlosung und Dystopie, Chancen und Risiken der KI. So jemand sei ein dringend notwendiger Kompass in diesen stürmischen und manchmal etwas hysterischen KI-Zeiten.

 

 

14.10.2026 in Bundespolitik

Auf Bärbel Bas folgt Alex Schweitzer als Sozialminister

 

Der Rücktritt von Bärbel Bas macht betroffen und nachdenklich.

Nicht des Rücktritts selbst wegen, sondern wegen der Gründe, die dazu geführt haben. Aber wenn der Umgang miteinander immer rauer und Kritik immer weniger sachlich, sondern persönlich diffamierend wird und solche Ausmaße annimmt, dass man selbst keine Kraft mehr findet, privaten Ereignissen den nötigen Raum zu geben - dann muss man sich fragen, wohin das führen soll. Wollen wir nur noch empathielose Zyniker, nur noch steinharte Frauen und Männer, an denen jegliche Emotionen abprallen, in solchen Positionen?! Ich denke nicht, dass uns das weiterbringt...

Wir sind dankbar dafür, dass sich Bärbel Bas in schwierigen Zeiten für unser Land und die Sozialdemokratie übernommen hat. Und wir sind überzeugt, dass Alexander Schweitzer ein würdiger und kompetenter Nachfolger ist.

27.10.2026 in Allgemein von SPD-Landesverband

SPD-Landesvorsitzende kritisieren Innenminister Hagel: Junge Menschen haben etwas zu sagen. Wir sollten ihnen zuhören.

 

Die SPD-Landesvorsitzenden fordern: Junge Menschen verdienen Gehör statt Vorverurteilung. Angesichts unsicherer Zukunftschancen, von guter Ausbildung über bezahlbares Wohnen bis zu einem funktionierenden Klima, sollte Politik mit der jungen Generation sprechen und nicht Drohszenarien aufbauen.

14.10.2026 in Allgemein von SPD-Landesverband

SPD-Landesvorsitzende fordern einen Neustart an der Spitze

 

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Parteivorsitzende soll ein Parteitag im Januar eine neue Bundesspitze der SPD wählen. Die Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg Isabel Cademartori und Robin Mesarosch fordern in einem gemeinsamen Statement eine Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz.