29.11.2025 in Stadtverband

Helmut Göschel wird fehlen.

 

Vor Kurzem noch, in den warmen Spätsommertagen, sah man ihn durch die Sinsheimer Fußgängerzone spazieren – nun ist Helmut Göschel unerwartet im Alter von 81 Jahren verstorben. Rund 50 Jahre gehörte er der SPD an und war nahezu zwei Jahrzehnte Landtagsabgeordneter.

 

1987 war der Sinsheimer für Brigitte Adler in den Landtag von Baden-Württemberg nachgerückt, dem er bis 2006 insgesamt fünf Legislaturperioden angehörte.

In der  SPD-Landtagsfraktion machte er sich als verkehrspolitischer Sprecher einen Namen.

 

 

In der SPD Rhein-Neckar engagierte sich Helmut im SPD-Kreisvorstand, auf Landesparteitagen, war zeitweise stellvertretender Kreisvorsitzender. Der damals brachliegenden Sozialdemokratischen Gemeinschaft f. Kommunalpolitik half er als SGK-Kreisvorsitzender (1990-96) wieder auf die Beine.

 

 

In Sinsheim hob Helmut den SPD-Stadtverband mit aus der Taufe, bekleidete veschiedentlich Vorstandsämter, war 8 Jahre Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion. Seine 19 Jahre im Kreistag verblassen fast neben den unglaublichen 50 Jahren, die er als Gemeinderat diente.

Für seine Offenheit, seinen Sachverstand, seinen Humor und sein politisches Wirken  erfuhr er parteiübergreifend viel Anerkennung und Wertschätzung. So wurde er mit der Willy-Brandt-Medaille und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Nicht nur in Sinsheim erinnern sich die Genossen mit Hochachtung an „ihren Helmut“; er hat sich um Sinsheim und die SPD verdient gemacht.

20.11.2025 in Pressemitteilungen von SPD-Landesverband

Andreas Stoch zur Rentendebatte: ,,Hagel muss zu den Vereinbarungen stehen"

 
Der Parteivorsitzende der SPD Baden-Württemberg Andreas Stoch sitzt auf einer Couch in einer Lobby und lächelt in die Kamera.

„Wir fordern Manuel Hagel auf, zu den in der Koalition getroffenen Vereinbarungen zu stehen – und zum Wort des Kanzlers“, sagt SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch mit Blick auf die jüngsten Äußerungen des CDU-Landeschefs. „Im Kabinett wurde ein Rentengesetz beschlossen, das Sicherheit gibt. An diesem Gesetz wird nichts mehr geändert. Es kann nicht sein, dass Teile der Union erst zustimmen und anschließend wieder alles infrage stellen. So verspielt man Vertrauen.“

15.11.2025 in Wahlen von SPD-Landesverband

SPD Baden-Württemberg verabschiedet Wahlprogramm für 2026 – „Weil es um Dich geht“

 

Auf ihrem Landesparteitag in Ulm hat die SPD Baden-Württemberg ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 beschlossen. 320 Delegierte und rund 250 Gäste diskutierten und verabschiedeten das Programm, das unter dem Leitmotiv „Weil es um den Menschen geht“ steht. SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch stellte die programmatischen Leitlinien vor. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Themen Wirtschaft & Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit. Ein weiteres Highlight des Parteitags war die Rede des SPD-Parteivorsitzenden und Vizekanzlers Lars Klingbeil.

10.11.2025 in Allgemein

Referenz an Helmut Schmidt

 

Kurz vor seinem 97. Geburtstag sei er „friedlich eingeschlafen“, hieß es damals. Am 10. November jährt sich der Todestag des früheren sozialdemokratischen Bundeskanzlers (1974-1982) zum zehnten Male.

NATO-Doppelbeschluss, R.A.F.-Terror, Wirtschaftskrise – Helmut Schmidt galt als Macher, als Krisenmanager und als Mann deutlicher Worte. Beispiele:

"Die Demokratie lebt vom Kompromiss. Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen."

"Die heutige politische Klasse in Deutschland ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an 
Geilheit, in Talkshows aufzutreten."

und auf die Frage, wie er sein Arbeitspensum schafft: "Willen braucht man. Und Zigaretten."


Besonderen Rückhalt war ihm aber vor allem seine Frau Hannelore, genannt "Loki".

Der zeitlebens überzeugte Konsument von Mentholzigaretten galt als kühler Kopf. Hinter seiner hanseatisch-rauen Schale verbarg sich aber ein empfindsamer Kern, mit besonderer Vorliebe für Kunst und Musik. Pianist oder Architekt wären denkbare Alternativen gewesen.

Bis zuletzt war der frühere Bundeskanzler eine viel gehörte Stimme in der deutschen Politik- und Kulturlandschaft und auf dem internationalen Parkett. Die Wertschätzung für ihn beruhte auf der Sehnsucht nach einem charismatischen Politiker, der Führung und Sicherheit in seinem Urteil ausstrahlt.


Die Hamburger verehrten Schmidt, richteten ihm zum Abschied aus dem Kanzleramt einen Fackelzug aus. Als er am 10. November 2015 starb, habe die ganze Stadt Anteil genommen, erinnert sich ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.

„Da standen die Menschen in Zweier- und Dreierreihen Spalier und warfen zum Teil Blumen. Das können sie nicht verordnen. Sie sehen daran aber, dass er auch in den Herzen der Menschen verankert war. Das schafft heute, glaube ich, kein Politiker mehr.“