"Es ist alles noch offen"

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Großes Interesse an der Veranstaltung des SPD Stadtverbandes zum Thema Bäderlandschaft in Sinsheim - Überfüllter Versammlungsraum in der „Linde“ in Sinsheim
Sinsheim – (mf) Große Resonanz fand das Thema „Die Zukunft unserer Bäderland-schaft in Sinsheim“, eine öffentliche Veranstaltung, zu welcher der SPD-Stadtverband Sinsheim eingeladen hatte.
Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Siegfried Ozolins freute sich nicht nur, dass die Verwaltungsspitze, Oberbürgermeister Rolf Geinert und Bürgermeister Achim Keßler der Einladung zu Gesprach gefolgt war, sondern auch eine große Zahl interessierter Bürger aus Sinsheim und den Stadtteilen.

„Das Interesse der Bürger an der Entwicklung unserer Stadt als aufstrebenden Bundesligastadt ist da,“ resümierte Ozolins seine einleitenden Worte.
Die Diskussion um die Bäderlandschaft in Sinsheim ist nicht neu. Sie bestand bereits vor der Wahl des Oberbürgermeisters im Jahre 2005, hat sich allerdings seit dem, bedingt durch den immer schlechter werdenden Zustand der Bäder, intensiviert.

Oberbürgermeister Rolf Geinert erläuterte den aktuellen Stand der Diskussion um die Bäderlandschaft, die noch nicht abgeschlossen ist. Insbesondere wies er darauf hin, dass weder Verwaltung, noch Gemeinderat die Institution Freibad als solches in Frage stellen.
Verwaltung und Gemeinderat hätten die Aufgabe, sich mit dem nunmehr vorliegen-den Angebot privater Investoren, dem von Ihnen geplanten Wellnessbad ein Sport- und Familienbad mit sozial verträglichen Eintrittspreisen anzugliedern, auseinandersetzen und dieses Angebot daraufhin zu prüfen, ob es, auch wenn ein Betriebskostenzuschuss erwartet wird, mit einem wirtschaftlichen Vorteil für die Stadt verbunden ist.
Hierzu gehöre der durchgeführte Teilnehmerwettbewerb ebenso, wie die derzeit laufenden bundesweite öffentliche Ausschreibung. Er betonte, „dass die Entscheidung dem Gemeinderat vorbehalten bleibt und mit der Ausschreibung noch nicht getroffen ist“.
Es gehe um die Interessen der Gesamtstadt mit Kernstadt, 13 Stadtteile und ca 35.000 Einwohner auf einer Fläche von 127 Quadratkilometer.
„Bedingt dadurch haben wir für eine übergroße Infrastruktur zu sorgen, was uns im Vergleich zu Städten vergleichbarer Einwohnerzahl mit wenig Stadtteilen und kleinerer Ausdehnung benachteiligt. Im Finanzausgleich des Landes spielt es nämlich keine Rolle, ob die Stadt mehr oder weniger Stadtteile hat - die Mittelzuweisung bleibt gleich. Wir sind auf eigene Steuereinnahmen angewiesen.“, so Oberbürgermeister Rolf Geinert.
„Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es deshalb, Betriebe am Standort Sinsheim zu erhalten und neue Betriebe anzusiedeln, die Arbeitsplätze und Gewerbesteuer-einnahmen erwarten lassen. Mit dem neu geschaffenen Gewerbegebiet Süd sollte uns dies gelingen.“

Bürgermeister Achim Keßler führte ergänzend in den technischen Teil der Problematik ein und beantwortete Fragen aus dem Publikum zu diesem Themenkomplex. Die meisten Redebeiträge und Fragen der Anwesenden bezogen sich auf den Erhalt der jetzigen Bäderlandschaft, insbesondere des Freibades mit seinem 50 m Sportbecken. Die Bürger seien auch bereit höhere Eintrittspreise zu bezahlen. Aus der Mitte der Versammlung kamen die unterschiedlichsten Anregungen, bis hin zur Sammlung von Spenden für den Erhalt der Bäder.

Die Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Magdalena Hirzel, äußerte Ver-ständnis dafür, das der einzelne Bürger seine persönlichen Interessen verfolgt, so lange er dies in der sachlichen Diskussion tut, warb aber im Namen aller Gemeinderäte um Verständnis dafür, dass der Gemeinderat bei seiner Entscheidung die Interessen sämtlicher Bevölkerungsgruppen – seien es Familien mit kleinen Kindern, Schüler, Vereinssportler oder Fitness-Schwimmer – berücksichtigen muss, ebenso wie die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Sinsheim.

Die Verwaltungsspitze mit OB Rolf Geinert und BM Achim Keßler bestätigten nochmals den derzeitigen Ist-Stand: „Es ist alles noch offen“.

 
 

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